Soziale Marktwirtschaft
Die Marktwirtschaft bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in welcher Angebot und Nachfrage die Produktion und Preis von Gütern bestimmt. Während in der freien Marktwirtschaft die Produktion und der Preis alleine vom Markt gesteuert werden,
greift der Staat regulierend in der soziale Marktwirtschaft ein. Ziel des Staates ist es, die Marktwirtschaft weitestgehend unabhängig zu halten, jedoch darauf zu achten, dass Grundgüter für alle Bürger erschwinglich bleiben.
Der Staat tritt also nur als Marktbeobachter auf und greift nur ein, wenn die soziale Marktwirtschaft gefährdet wird ( z.B Vermeidung von Kartellen um den freien Wettbewerb aufrechtzuerhalten).
Da die freie Marktwirtschaft zu einer ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung führen würde, wird durch Steuern und Sozialabgaben eine Vermögensumverteilung erzielt. In welchem Umfang diese Umverteilung stattfinden soll gibt es verschiedenen Theorien. In den meisten Staatformen wird die Umverteilung in dem Sinne vorgenommen, dass den Bürgern ermöglicht werden soll, trotz sozialer Unterschiede, einen gesicherten Lebensstandart zu erreichen. Bei der zweiten Theorie hingegen soll der Grundsatz der Gleichheit gelten. Dies würde bedeuten, dass jeder Bürger das gleiche Einkommen und Vermögen besitzen sollte, egal welcher Tätigkeit er nachginge. Aus rein marktwirtschaftlicher Sicht gilt diese vollkommene Gleichverteilung jedoch nicht als anwendbar, da die Motivation für die Erbringung einer Leistung verringert bzw. ausbleiben würde.
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