Deutsche kauften 26 % mehr Fair-Trade-Produkte
Im vergangenen Jahr kauften Verbraucher weltweit Fair-Trade-Produkte mit einem geschätzten Umsatz von mehr als 3,4 Milliarden Euro (plus 15 Prozent). Das teilte die Fairtrade Labelling Organizations International e. V aus Bonn mit. 1,2 Millionen Kleinbauern und Plantagenarbeiter in 60 Entwicklungsländern profitierten von diesem Zuwachs. Die größten Fair-Trade-Märkte sind demnach Großbritannien mit einem Umsatz von umgerechnet 897 Millionen Euro im Jahr und die USA mit 851 Millionen Euro. Deutschland setzte 264 Millionen Euro um (plus 26 Prozent), Österreich 72 Millionen (plus 10 Prozent) und die Schweiz 180 Millionen (plus 7 Prozent).
Das gesteigerte Interesse an fair produzierten und gehandelten Waren sorgt dafür, dass immer mehr Bauern-Kooperativen in Asien, Afrika und Lateinamerika ihre Produkte nachhaltiger und zu gerechteren Konditionen vertreiben können. An den weltweit einheitlichen Fair-Trade-Standards orientierten sich im Jahr 2009 827 Produzentengruppen.
Während das bekannteste und am längsten fair gehandelte Produkt, der Kaffee, um 12 Prozent zulegte, gab es das größte Wachstum beim Kakao und Rohrzucker: um 35 bzw. 57 Prozent stieg der Absatz. Das lag vor allem daran, weil sich einige große Marken wie Cadbury Dairy Milk, Nestlé Kit Kat, Green & Black’s sowie Ben & Jerry’s für den Fairen Handel entschieden.
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