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Griechenland Umschuldung auf Euro Ebene

Momentan steckt das EU-Mitglied Griechenland in einer tiefen Krise. Die Investoren sind aufgebracht und versuchen verzweifelt an den Finanzmärkten ihre Investitionen zu beenden. Selbst das geplante Hilfspaket der Europäischen Union bzw. des Internationalen Währungsfonds(IWF) kann nicht für Ruhe sorgen. Besonders die Vergangenheit Griechenlands sorgt bei Anlegern für Unruhe und verhindert Investitionen. In den vergangenen Jahren stand Griechenland bereits zwei mal vor einer "Staatspleite".

Das Hilfspaket des IWF soll nun die Situation beruhigen und stellt Griechenland innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Summe von ca.80-90 Milliarden Euro zur Verfügung. Aktuelle Informationen lassen durchkommen, das ggf. auch Investitionen im dreistelligen Milliardenbetrag bereitgestellt werden können. Experten gehen jedoch davon aus, dass durch eine solche Unterstützung eine mittelfristige- oder langfristige Umschuldung nicht vermieden werden kann. Eine Umschuldung kann zwar die momentane Situation verbessern, jedoch muss das Land zahlreiche weitere Belastungen hinnehmen, welche bisher noch in keinem vergleichbaren Ausmaß aufgetreten sind. Eine Umschuldung Griechenlands ist kaum noch abwendbar, besonders wenn man sich die Haushaltsgrößen anguckt. So sprechen zum Beispiel eine Schuldenquote von 115 Prozent sowie ein Haushaltsdefizit von 13,6 Prozent eine eindeutige Sprache. Besonders schwerwiegend ist, dass das sinkende Bruttoinlandsprodukt die allgemeine Schuldensituation und die Defizitquote die Situation nicht aufheben kann. Auch die Tatsache das Griechenland über keine eigene Währung verfügt stellt ein Problem dar. So konnten vergleichsweise Argentinien und Russland ihre Wirtschaftskrise in soweit auffangen, dass man die Währung eigenständig heruntersetzte. Dies ist bei Griechenland, mit dem Euro, nicht möglich. Ebenso wenig verfügt Griechenland über eine wettbewerbsfähige Exportkraft. Eine Umschuldung auf Euro Ebene scheint somit unvermeidbar.

Pressekonferenz – Griechenlandkrise – Angela Merkel – 28.04.2010

Eine Umschuldung ist für Griechenland nur sinnvoll, wenn der Schuldenverzicht stark ausfällt. Kurzlaufende Anleihen können keine effiziente Lösung herbeiführen. Die Anleihen müssen eine sehr lange Laufzeit haben, damit für die Griechen die realistische Chance besteht, die Anleihen zurückzuzahlen. Aktuelle Informationen machen deutlich, dass Griechenland im Fall einer in Anspruchnahme der zur Verfügung gestellten Anleihen einen Kreditprozentsatz von 8% entrichten muss. Darüber hinaus muss Griechenland mit der Gefahr leben, dass die Renditen sich zum Beispiel erheblich ausweiten. Dies liegt vor allem daran, dass auch die Peripherieländer wie Portugal, Spanien etc. ebenfalls gefährdet sind.
Neben der Umschuldung sollte man auch einen Zahlungsausfall, sowie auch eine Moratorium in Bezug auf Griechenland nicht außer Acht lassen. Ein Zahlungsausfall, sowie auch ein von der Regierung realisiertes Moratorium können im Gegensatz zu einer Umschuldung vereinbart und von einer Mehrheit der Anleihegläubiger abgesegnet werden.

An den Finanzmärkten beginnt das große Zittern

Griechenland wird im Falle einer Umschuldung mit einem hohen Auslandsschuldenanteil von 75% rechnen müssen. Lediglich 25% der Umschuldungssumme wird im eigenen Land, durch Banken, realisiert. Bei einer Umschuldung können mehrere Faktoren unterschiedlich gewichtet werden und Einfluss auf die Auswirkung der Umschuldung nehmen. Zum Beispiel besteht bei einer Umschuldung die Möglichkeit, auf niedrige Zinsen zurückzugreifen, einen Tausch der Anleihen in länger laufende Papiere und Abstufung der Anleihen in der Rangfolge der Gläubiger zu realisieren.

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