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Trauben weniger belastet als in den letzten Jahren

Gute Nachrichten für Traubenfreunde: Greenpeace hat bei Tests herausgefunden, dass Tafeltrauben immer weniger mit giftigen Pestiziden belastet sind. Zum ersten Mal seit Beginn der jährlichen Testreihen überschritt keine der Proben die sogenannte akute Referenzdosis (ARfD), das Maß für die akute Gesundheitsgefährdung. 2003, als die Untersuchungen das erste mal stattfanden, lagen noch 14 Traubenproben über der ARfD. 2007 und 2008 war es jeweils eine Probe gewesen. Als besorgniserregend bezeichnen die Tester von Greenpeace jedoch weiterhin die Mehrfachbelastungen durch unterschiedliche Pestizide. Die Kombinationswirkung der unterschiedlichen Gifte auf unsere Gesundheit ist dabei noch weitgehend unerforscht.

Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace, sagt dazu: „Es darf nicht sein, dass bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer einzigen Weintraubenprobe zu finden sind. Dass es dieses Jahr keine akute Gesundheitsgefährdung durch hohe Pestizidbelastungen bei Trauben gibt, ist ein Erfolg der langjährigen Greenpeace-Kampagne ‘Kein Gift in Essen’. Allerdings bleibt noch viel zu tun.“

Dass die Referenzdosis bei keiner der gestesteten Trauben nicht überschritten wurde heißt aber nicht, dass die Trauben wirklich „sauber“ sind: Nur 2 der 30 konventionellen Proben waren unbelastet. Zusätzlich wurden 4 Traubensorten aus biologischem Anbau getestet, von denen eine die Kriterien für den Bioanbau nicht erfüllt hat.

Dass nicht nur Bio-Hersteller pestizidfreie Trauben herstellen können, zeigen die Ergebnisse einige Proben von Aldi und Tengelmann, die ebenfalls gut abschnitten. Schlusslicht ist Metro: Die Hälfte ihrer Weintrauben-Proben wurde von Greenpeace als „nicht empfehlenswert“ eingestuft.

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