Studie über Situation der Kakaopflücker
Schokolade ist ein Glücklichmacher. Doch wie glücklich sind die Menschen, die die Rohstoffe für Schokolade und Kakaogetränke produzieren? Was passiert in den Produktionsländern in Afrika, Asien oder Südamerika? Diese Frage hat sich Südwind e.V. (Institut für Ökonomie und Ökumene) gestellt. Im Auftrag des Bistums Aachen und der Evangelischen Kirchenkreise Aachen und Jülich wurde eine Studie erstellt mit dem Titel „Die dunklen Seiten der Schokolade“. An einzelnen Beispielen von Familien aus Ghana, der Elfenbeinküste, Indonesien und Ecuador wird die Situation der Kleinbauern (vor allem auch im Bezug auf Kinderarbeit) dargestellt. Die Studie zeigt auch auf, was Verbraucher tun können, um die Lage zu verbessern.
Obwohl viele Verbraucher inzwischen sensibilisiert sind und auf fair gehandelten Kakao oder Fair-Trade-Schokolade zurückgreifen, bei deren Produktion die Bauern einen besseren Lohn erhalten als üblich, übt der schwankende und oft sehr niedrige Preis des Rohstoffs Kakao großen Druck auf die Familien aus. Die Verantwortlichen für die Untersuchung fordern eine Verpflichtung der internationalen Unternehmen, ihre Lieferantenkette unter Einhaltung internationaler Gesetze und Standards aufzubauen. Außerdem sollte das Verbraucherinformationsgesetz verbessert werden, sodass Käufer von Schokoladeprodukten mehr über die Herkunft der Rohstoffe erfahren und ihre Kaufentscheidung danach richten können.
Die gesamte Studie steht zum Download unter www.schokoladenaktion-aachen.de bereit.
Keine Kommentare zu “Studie über Situation der Kakaopflücker”
Kommentieren