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  1. Freie Marktwirtschaft
  2. Soziale Marktwirtschaft
  3. Planwirtschaft
  4. Wohlfahrtsstaat

Freie Marktwirtschaft, so funktioniert sie

Der schottische Moralphilosoph Adam Smith (1723-1790) entwickelte das erste Modell einer freien Marktwirtschaft. Er beschrieb darin, wie die Produktion und der Konsum vom Markt gesteuert werden. In einer freien Marktwirtschaft finden keine staatlichen Eingriffe in das Wirtschafsgeschehen statt.

Der Staat tritt am Markt lediglich als Nachfrager auf und sch├╝tzt durch sein Rechtssystems das private Eigentum. Eine weitere Theorie von Adam Smith beruht der Selbstorganisation der M├Ąrkte. Eine unsichtbare Hand sorgt daf├╝r, dass alle Teilnehmer am Markt, unbeabsichtigt, zum Gemeinwohl beitragen.

Die freie Marktwirtschaft wie sie sich Adam Smith oder Max Weber in ihren Theorien vorstellten wurde bisher in keinem Staat realisiert. Selbst in kleinen Rahmen greift der Staat in das Marktgeschehen ein. Dies kann in Form von Subventionen an privat Haushalte (z.B. Kindergeld) oder Unternehmen geschehen. Ebenso Markt regulierend wirken sich Schutzz├Âlle aus, mit denen die heimische Wirtschaft vor Importen gesch├╝tzt wird. Auch mit einer verst├Ąrkten Staatsnachfrage (z.B. R├╝stungsg├╝ter) kann der Staat als Marktteilnehmer gestaltend eingreifen, kontr├Ąr zu den Grunds├Ątzen einer freien Marktwirtschaft ist.

Die wichtigsten Merkmale einer freien Marktwirtschaft w├Ąren: Eine Kontrahierungsfreiheit, so wie die freie Wahl des Berufes und Gewerbes. Die Preisbildung regelt sich t├Ąglich neu durch das aufeinander treffen von Angebot und Nachfrage auf den M├Ąrkten (Kapitalmarkt, Arbeitsmarkt, Konsumg├╝termarkt, usw.).

Im Ideal einer freien Marktwirtschaft haben die Marktteilnehmer, Konsumenten und Produzenten einen freien Zugang zu den M├Ąrkten. Die Marktteilnehmer sorgen somit selbst f├╝r die effizienteste G├╝terverteilung. Der Wettbewerb ist frei und der Staat trifft keine Regelungen zur Lenkung der M├Ąrkte. Alleine die st├Ąndige Konkurrenzsituation f├╝hrt zu einer Qualit├Ątssteigerung der Produkte und verbesserte das Verh├Ąltnis zwischen G├╝ter und Preis.

Soziale Marktwirtschaft

Die Marktwirtschaft bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in welcher Angebot und Nachfrage die Produktion und Preis von G├╝tern bestimmt. W├Ąhrend in der freien Marktwirtschaft die Produktion und der Preis alleine vom Markt gesteuert werden, greift der Staat regulierend in der soziale Marktwirtschaft ein.

Ziel des Staates ist es, die Marktwirtschaft weitestgehend unabh├Ąngig zu halten, jedoch darauf zu achten, dass Grundg├╝ter f├╝r alle B├╝rger erschwinglich bleiben. Der Staat tritt also nur als Marktbeobachter auf und greift nur ein, wenn die soziale Marktwirtschaft gef├Ąhrdet wird (z.B Vermeidung von Kartellen um den freien Wettbewerb aufrechtzuerhalten).

Da die freie Marktwirtschaft zu einer ungleichen Einkommens- und Verm├Âgensverteilung f├╝hren w├╝rde, wird durch Steuern und Sozialabgaben eine Verm├Âgensumverteilung erzielt. In welchem Umfang diese Umverteilung stattfinden soll gibt es verschiedenen Theorien. In den meisten Staatformen wird die Umverteilung in dem Sinne vorgenommen, dass den B├╝rgern erm├Âglicht werden soll, trotz sozialer Unterschiede, einen gesicherten Lebensstandart zu erreichen.

Bei der zweiten Theorie hingegen soll der Grundsatz der Gleichheit gelten. Dies w├╝rde bedeuten, dass jeder B├╝rger das gleiche Einkommen und Verm├Âgen besitzen sollte, egal welcher T├Ątigkeit er nachginge. Aus rein marktwirtschaftlicher Sicht gilt diese vollkommene Gleichverteilung jedoch nicht als anwendbar, da die Motivation f├╝r die Erbringung einer Leistung verringert bzw. ausbleiben w├╝rde.

Die Planwirtschaft

Bei der Planwirtschaft handelt es sich um ein Wirtschaftssystem, in welchem die anstehenden Bed├╝rfnisse durch eine Analyse berechnet werden, und nur die Anzahl der G├╝ter produziert wird, welche vorhergesehen werden. In der Planwirtschaft gibt es keine Wettbewerb, welcher Angebot und Nachfrage regelt.

Dies soll dazu dienen, G├╝ter nur in der ben├Âtigten Menge zu produzieren, um so unn├Âtige Verwendung von Ressourcen und Rohstoffen zu vermeiden. In der heutigen Zeit herrscht eine Planwirtschaft besonderst in den Bereichen Bergbau und Landwirtschaft vor, da die EU durch Subventionen und Abgaberegelungen in die freie Marktwirtschaft eingreift und so keinen offenen Wettbewerb zul├Ąsst. Die Planwirtschaft bietet aber besonders Entwicklungsl├Ąndern einen Vorteil, da durch effiziente Planung die knappen Rohstoffe und Ressourcen ideal genutzt werden k├Ânnen, um so die notwendigsten G├╝ter Herzustellen.

Die reine Planwirtschaft k├Ânnte vom Grundgedanke auf Geld verzichten, da keinerlei Tausch von G├╝ter stattfindet. Die Verteilung von Rohstoffen und Materialien erfolgt allein nach einem festgelegten Schl├╝ssel welcher von der Gleichheit aller ausgeht. Die Planwirtschaft wird in drei gro├če Gruppen unterschieden:

  1. zentrale Planwirtschaft - der wesentliche Punkt der zentralen Planwirtschaft ist die Verstaatlichung aller Unternehmen und die zentrale Steuerung der Wirtschaftsprozesse. In dieser Planwirtschaft werden die Verteilung von Rohstoffen, die Festlegung von Preisen und L├Âhnen sowie die Produktionsmengen von Staat bestimmt.
  2. dezentrale Planwirtschaft ÔÇô bei der dezentralen Planwirtschaft stimmen sich die einzelnen Wirtschafteinheiten aufeinander ab und regeln so die Nachfrage und das Angebot untereinander.
  3. private Planwirtschaft ÔÇô findet in jeden Unternehmen statt. Mit steigender Unternehmensgr├Â├če wird versucht das Risiko f├╝r die Unternehmen zu minimieren.

Wohlfahrtsstaat

Der Wohlfahrtsstaat ist ein Sozialstaat. Mit Gesetzen wird den B├╝rgern, zu ihrem eigenen Wohl, vorgeschrieben was sie tun und lassen sollen. Das ist keineswegs negativ, den es bietet Schutz in allen Lebenslagen. Durch die Gesetzgebung ist die Allgemeinheit gezwungen f├╝r Krankheit, Arbeitslosigkeit und das Alter vorzusorgen.

├ťber die Kosten ├Ąrgern sich viele, wer aber ernsthaft erkrankt ist froh die gesetzliche Krankenversicherung in Anspruch nehmen zu k├Ânnen. Ohne die Arbeitslosenversicherung w├╝sste man im Fall der Arbeitslosigkeit nicht wovon man die laufenden Kosten bezahlen soll und jeder Rentner freut sich ├╝ber die monatlichen Rentenzahlungen im Ruhestand. Ohne diese gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen w├Ąren wahrscheinlich viele B├╝rger ohne Absicherung, sie w├Ąren im Fall eines Falles von heute auf morgen mittellos. Der Wohlfahrtsstaat sorgt aber auch daf├╝r das alle Kinder die Schule besuchen k├Ânnen, egal ob die Eltern reich oder arm sind. Mit dem staatlichen Wohnungsbau wird f├╝r ausreichend Wohnungen gesorgt, es hat nicht jeder die finanziellen Mittel um sich selbst ein Haus zu bauen. H├Ąuslebauer, besonders die mit Kindern, werden mit Zusch├╝ssen und Zinsg├╝nstigen Darlehen unterst├╝tzt.

Au├čerdem sorgt der Wohlfahrtsstaat daf├╝r, das unsere Stra├čen in einem guten Zustand sind. Das Arbeitsrecht ist wichtig f├╝r alle Berufst├Ątigen, der Staat hilft mit seinen Gesetzen das Regeln am Arbeitsplatz eingehalten werden und kein Arbeitnehmer ausgenutzt wird. Der Mutterschutz ist ebenfalls ein Gesetz das von unserem Staat erlassen wurde und alle werdenden Eltern sind gl├╝cklich das es diesen Schutz gibt. Der Wohlfahrtsstaat garantiert jedem B├╝rger das Recht auf Menschenw├╝rde und Menschenrechte.

Jeder der in einem Wohlfahrtsstaat lebt kann sich gl├╝cklich sch├Ątzen so gut betreut durchs Leben gehen zu k├Ânnen, er sollte immer daran denken das es viele Menschen auf der Welt gibt die ├╝berhaupt keine Rechte haben.

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